Wettbewerbsbeitrag Vertrauen statt Gewalt

Schon bei unserer Gründungsversammlung im November 2006 war für uns als ehemalige Reitlehrer in einem großen Touristikunternehmen, in welchem Kinder aus verschiedenen Städten Deutschlands Klassenfahrten oder Kinder- und Jugendwerke mit Kindern die Ferien mit Pferden verbringen konnten, klar, dass wir unsere Erfahrungen innerhalb des Vereinslebens in Form von sozialen Projekten nutzen wollen. (Dieses Unternehmen stellte den gesamten Pferdebetrieb ein und die Reitlehrer wurden alle entlassen, das war eigentlich die Gründungsidee für den Verein) Also gingen wir auf die Suche nach geeigneten Partnern. Denn Hilfe wird überall gebraucht, nur wo fängt man an? Wir nahmen im April 2007 Kontakt zur Leiterin vom Haus des Kindes (eines der Projekte der IG Frauen Prenzlau e.V.) auf organisierten im Mai 2007 ein erstes Treffen mit der Tagesgruppe dieser Einrichtung, um uns alle kennen zu lernen und einen “Frage-Antwort-Nachmittag” mit ihnen zu verbringen, denn wir wollten schon wissen, in wie fern die Kinder schon Umgang mit Pferden hatten. Die Kinder der Tagesgruppe sind die, wo es die Familienverhältnisse gerade noch so zulassen, dass sie abends und an den Wochenenden bei ihren Familien sein dürfen. Der Grundgedanke: Wir möchten diesen Kindern helfen und haben deshalb unser Projekt  “Vertrauen statt Gewalt” ins Leben gerufen. Dieser Gruppe von 10 Kindern, aber auch anderen Kinder aus schwierigen sozialen Familienverhältnissen geben wir die Möglichkeit kostenlos mit uns und unseren Pferden eine schöne Zeit zu verbringen und ihre Sorgen für einen Moment zu vergessen.  Wir führen das Projekt einmal monatlich und selbstverständlich kostenlos durch, da wir noch keine Halle und nur einen kleinen Reitplatz haben und daher witterungsabhängig sind, ist das nicht immer einfach. Da wir alles ehrenamtlich durchführen (Pferdeversorgung, Training und Projektarbeit) müssen sich die Aktiven abwechseln, da wegen Arbeit, Studium, Lehre oder Schule auch der Eine oder Andere mal verhindert ist.

 

Dieses Projekt läuft nun schon über vier Jahre und die Kinder vom Haus des Kindes können immer wieder aufs Neue erfahren, dass man mit Disziplin, Respekt, Teamgeist, Kameradschaft und auch Hilfsbereitschaft sehr schöne Erlebnisse haben kann, denn das sind die Grundlagen, um mit Tieren und mit Menschen gut umzugehen. Sie bekommen mit dem Pferd auch Verantwortung übertragen und brauchen einander, wenn es mal nicht auf Anhieb klappt. Vertrauen ist die Basis im richtigen Umgang mit Tieren, mit Gewalt erreicht man nur unsichere kurze Erfolge, die gefährlich enden können. Deshalb gilt immer Vertrauen statt Gewalt.

 

Mehr Infos unter: www.uckermaerker-pferdesport.de/projekt_vsg.html

 

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