Wettbewerbsbeitrag Bislichs tapfere Schneiderlein: Sieben auf einen Streich

 

Bislich steht für ehrenamtliches Engagement. Das war in der Vergangenheit so, das ist in der Gegenwart nicht anders und das wird auch in der Zukunft so sein. Die Bürger des Dorfes packen an, um ihren Heimatort lebenswert zu machen. Wenn es um Hilfe für sich, aber auch für andere Menschen geht, rückt Bislich eng zusammen. Eben ganz wie im Märchen vom tapferen Schneiderlein, das schwach erscheint, aber mit Ideenreichtum und Selbstbewusstsein Großes erreicht. Beispiele für die Leidenschaft, mit der die Bewohner zu Werke gehen, gibt es genügend.

 

Da wäre die Grundschule des Ortes, die von der Schließung bedroht war und die durch ehrenamtliches Engagement zahlreicher Bürger nun weiter bestehen bleibt (1. Streich). Die Grundschüler selbst machten auf sich aufmerksam, in dem sie maßgeblich zum Bau einer Nisthilfe für Störche beitrugen (2. Streich). Oder der Kirchgarten, ein Natur-Kleinod unmittelbar hinter der St. Johannes-Kirche, das von einigen Bürgern des Dorfes unentgeltlich gepflegt wird (3. Streich). Zwei weitere Exempel für die Einsatzbereitschaft der Menschen in Bislich sind längst zu überregionalen Attraktionen geworden. Das Bislicher Museum, das mit dem Heimat-, Rhein-Deich- und Ziegelmuseum drei Museen unter einem Dach vereint (4. Streich), sowie die Personenfähre “Keer Tröch”, die Jahr für Jahr Tausende Menschen zwischen Bislich und Xanten über den Rhein schippert (5. Streich), wurden von Bislicher Bürgern ehrenamtlich aus der Taufe gehoben. Doch die Bislicher sind nicht nur rührig, wenn es um den eigenen Ort geht. Seit 30 Jahren existiert die Gruppe “helft-helfen”, die vornehmlich Kleidung für Menschen sammelt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen (6. Streich). Wie unbürokratisch und unkompliziert eine gute Idee zu einem sehenswerten Ergebnis führen kann, bewiesen einige Bislicher, als sie für ihr Dorf eine Weihnachtsbeleuchtung bauten, die nun in der kalten Jahreszeit für eine wunderschöne, warme Atmosphäre sorgt (7. Streich).

 

Dieses ehrenamtliche Engagement macht Bislich zu einem idealen Ort, weil seine Bürger voller Idealismus stecken. Sie fragen nicht nach dem Profit, sondern sorgen selbst dafür, dass ihr Heimatort ein Fleckchen Erde ist, auf dem man sich wohl fühlt. Und widerlegen damit die landläufige These, dass sich Ehrenamt in der heutigen Zeit nicht mehr lohnt. Bislich mit seinen etwa 2.500 Einwohnern liegt idyllisch bei Rheinkilometer 824 direkt am Rhein. Das Dorf gehört zur Stadt Wesel.

 

Mehr Infos unter: www.bislich.de

 

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