Wettbewerbsbeitrag „Auf frischem Quadrat ertappt“- Origami im Strafvollzug

 

Als Jugendschöffe beim Landgericht erlebe ich es häufig, dass Leute straffällig werden, wenn ihnen  sinnvolle Freizeitbeschäftigung oder soziale Anerkennung fehlt. Da ich seit vielen Jahren Origami erfolgreich in den Lerntherapien einsetze, dachte ich, dies müsste doch auch für die Resozialisierung von Straftätern nutzbar sein.

 

Seit ca. 2 ½ Jahren leite ich in der JVA Chemnitz-Reichenhain ehrenamtlich Origami-Kurse. Das heißt ungewohnte Herausforderungen in der Vorbereitung, denn aus Sicherheitsgründen ist nicht alles realisierbar. Natürlich lässt sich damit nicht „die ganze Welt retten“, aber wenn ankommt, dass mit einfachen Mitteln Schönes entstehen kann, was eine viel gesündere Entspannung bereitet als illegale Drogen und es dafür sogar Anerkennung gibt, dann ist das schon viel!

 

Inzwischen bekamen die Faltschülerinnen auch internationaler Anerkennung: mit Teilnahme am internationalen Origami Peace Tree Festival 2010 und bei einem Kranich-Projekt des Spielzeugmuseums Sonneberg 2011.

 

Mehr Infos unter: www.lerntherapie-chemnitz.de

 

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