Wettbewerbsbeitrag All-You-Can-Paint: Urbanes Kunstfestival für eine einzigartige Freiraumgalerie Halle/Saale

 

Keine Großstadt in Deutschland hat mehr Leerstand als Halle. Die Landsberger Straße in der Nähe des Hauptbahnhofes hat mitunter die größte Leerstandsquote in Halle selber. Dieser städtebauliche Mißstand bringt viele bauliche und soziale Defizite mit sich, unter anderem Verwahrlosung und Segregation. Aber so viel unfunktionaler, städtischer Raum bietet entsprechend auch einmalige Chancen für das Experiment. Die Möglichkeiten von ungenutzer Stadtgestalt, die das Umfeld prägt soll illustriert werden, indem Jeder diese Raum bemalen darf. Eine konzentrierte Freiraumgalerie in der internationale, nationale und lokale Künstler mit Streetart, Poster, Knit-Art, Lichtkunst und Graffiti horizontal und vertikal leere Stadtgestalt inszenieren.

 

Auch lokale Sozial- und Bildungsinstitutionen sind integriert, alle Interessierten bemalen die leere Stadt. Angestoßen wird die ganze Aktion durch ein großes Urban Art Festival, in der Streetart und Graffiti- und Lichtkünstler, genauso wie diverse Jugendworkshops und engagierte lokale Hobbykünstler über 2 Wochen hinweg die landsberger Straße in Halle Freiimfelde gestalten. Bürgersteige, ganze Hausfassaden,Stadtmöbel: Die gesamte Stadtstruktur dient als Leinwand. Dies ist nur durch den eigentlichen Mißstand des konzentrierten funktionslosen Leerstand möglich-eine einmalige Chance. Das Gebiet erfährt hierdurch Belebung, integriert direkt Menschen in der Umfeldgestaltung, steigert so die Identifikation und wird zu Anlaufpunkt aller Generationen: Illustration von städtischer Kreativität. Die Idee kam, durch die studentische arbeit in diesem Gebiet. Halle Freiimfelde ist ein sehr junges Quartier (Jugendliche,junge Erwachsene, junge Familien), mit sozialen Problemlagen. Das Gebiet ist durch Gleiskorridore vom Rest der Innenstadt isoliert.

 

Gleichzeitig herrscht in Halle eine hohe Aktivität in den Bereichen Graffiti und Streetart, denen wenig Freiraum zur Verfügung steht, da die Tätigkeiten mit den Zielen der Stadtentwicklung kollidieren (Denkmalschutz etc.) Die Isolation des Quartiers Freiimfelde bietet sich auf grund mangelnder Identität und der Jungen Bevölkerungsstruktur als legale Plattform zur Illustration der Möglichkeiten Urbaner Kunst an. Durch gezielte Freigabe mit hoher Toleranz, steigt die Qualität und die Akzeptanz der Straßenkunst und schafft eine einmalige städtische Kulisse.

 

Mehr Infos unter: www.postkult.de

 

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