Wettbewerbsbeitrag Bürgerbad Rossleben

 

Vergangenes Jahr kürzte das zuständige Thüringer Ministerium die Finanzzuweisungen für die Kommunen um 12 Prozent. Im Haushaltsentwurf der Stadt Roßleben klaffte dadurch eine finanzielle Lücke von 340.000 €. Um den Haushalt in Einnahmen und Ausgaben ausgleichen zu können, sah sich der Stadtrat nicht in der Lage, den Finanzzuschuss für den Badbetrieb zu beschließen. Diese Entscheidung traf auf Proteste unter Bürgerinnen und Bürgern. Man erwog ein Bürgerbegehren, um einen Bürgerentscheid über den weiteren Badbetrieb zu erreichen. Die Stadtverwaltung bot stattdessen den Dialog an. Die Gespräche Stadtrat – Bürger verliefen in sachlicher Atmosphäre. Es wurde herausgearbeitet, dass der Badebetrieb erst dann beginnen kann, wenn der finanzielle Zuschuss drastisch gesenkt werden kann. Und nun ergriff die Bürgerinitiative „pro Bad“ den „Stier bei den Hörnern“:

 

* Innerhalb von zwei Wochen wurde in Kooperation Stadtverwaltung/Bürgerinitiative mit freiwilligen Arbeitseinsätzen sowie Sach- und Geldspenden das Bad betriebsbereit gemacht.

* Fast 30.000 € wurden gespendet, darunter eine Großspende geleistet.

* Die Freiwillige Feuerwehr sorgte (mit behördlicher Erlaubnis) für die Entleerung des Schwimmbadbassins vor Saisonbeginn.

* Die Pateneinheit der Bundeswehr leistete im Bad einen Arbeitseinsatz.

* Sponsoren (darunter enviaM und örtliche Firmen) wurden gewonnen.

* Die Bürgerinitiative gründete den „Bade- und Freizeitsportverein Roßleben“.

* Der Verein sorgte für die Ausbildung von Rettungsschwimmern.

* Der Zuschuss aus dem Stadthaushalt sank von geplanten 150.000 € auf 59.000 €

 

Dieses Erfolgsmodell ist 2011 fortgesetzt worden.

 

Mehr Infos unter: www.freibad.stadt-rossleben.de

 

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