Wettbewerbsbeitrag Interkulturelle Mehrgenerationengärten Herford

 

Die Umsetzung interkultureller Mehrgenerationengärten im Kreis Herford entstand aus der Beobachtung heraus, dass insbesondere ältere Menschen mit Migrationshintergrund in ihren Vierteln isoliert leben und selten einen Anlass haben, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Nordstadt in der Stadt Herford und das Viertel Löhne-Bahnhof (Jahnstraße/Fröbelstraße) in der Stadt Löhne sind Stadtteile mit einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund.

 

Die Menschen, die hier leben, Einheimische und Migranten, sind noch nicht wirklich miteinander in Kontakt getreten. Sie begegnen sich noch nicht als Nachbarn und sie tun sich noch schwer, miteinander zu kommunizieren und in einen Dialog zu treten. Dieses trifft auch auf den Umgang der unterschiedlichen Generationen zu. Viele von den Menschen mit Migrationshintergrund leben in Sozialwohnungen. Besonders in Stadtteil mit dichter Bebauung haben die Bewohner keinen Garten, manche nicht einmal ein Balkon. Die Senioren leben zum großen Teil in ihren Wohnräumen isoliert. Sie haben keine Aufgabe mehr und ihnen fehlt auch körperliche Betätigung. Es ist schwierig für sie, an einem Integrationsprozess teilzunehmen, der in geschlossenen Räume stattfindet.

 

Senioren (Migranten wie Einheimische) und Kinder und Jugendliche, haben im Stadtteil sehr wenig positive Berührungspunkte. Die Kinder und Jugendlichen haben meistens auch keinen Bezug zu dem Entstehen unserer Nahrungskette und zu der Qualität einer gesunden Ernährung. Interkulturelle Gärten sollen diesen Stadtteilen einen Ort geben, den die Bewohner/innen gerne und gemeinsam aufsuchen. Interessierte Nachbarn bekommen eine Parzelle, die sie nach freier Verfügung nutzen und gestalten können.

 

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