Wettbewerbsbeitrag Umbettung eines frühmittelalterlichen Flusskieselmosaiks innerhalb der Kernstadt Fritzlar

 

1996 wird bei den Bauarbeiten für ein neues Bettenhaus des Hospitals zum Heiligen Geist in Fritzlar ein großes, auf das 13. Jahrhundert taxiertes, Flusskieselmosaik gefunden. Geplant ist, das Mosaik in den Eingangsbereich des Krankenhauses zu integrieren. Nach Maßnahmen für Bergung und Transport (Armierung mit Beton) hat das Objekt ein Gewicht von 7 t. Der Architekt lehnt daraufhin aus statischen Gründen den Plan ab.

 

Das Mosaik wird im Wirtschaftshof des Hospitals provisorisch zwischengelagert, mit einer Plane abgedeckt und somit den Blicken entzogen. 2008 beginnt der Verein pro Fritzlar e.V. für eine der kulturhistorischen Bedeutung des Objekts adäquate Lösung zu werben. Im Januar 2011 wird das Mosaik schließlich in den Eingangsbereich des Regionalmuseums Hochzeitshaus umgesiedelt. Es war eine technisch sehr aufwendige und riskante Aktion, die aber glücklicherweise gelungen ist.

 

Unzählige Gespräche, Ortstermine mit Experten gingen der Aktion voraus. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf ca. 30.000 Euro. Der gemeinnützige Verein pro Frirtzlar sammelte 17.000 Euro bei öffentlichen und privaten Sponsoren, dabei enstanden keine Kosten für die Stadt Fritzlar. Die Umbettung ins Museum Hochzeitshaus ist der erste Schritt auf dem langen Weg zu einer Neugestaltung des Museums mit der Einrichtung einer Stadtgeschichte. Das Mosaik selbst ist ein Stein im kulturhistorischen Mosaik der sehr alten Stadt Fritzlar (1300 Jahre). Die touristische Attraktivität der Stadt wird erhöht – welches ein wichtiges Ziel der Vereinssatzung darstellt.

 

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