Wettbewerbsbeitrag Generationenübergreifende Nachbarschafthilfe Oettingen

 

Es gibt Menschen die sich ehrenamtlich engagieren möchten, um anderen Gutes zu tun und weil sie selbst Spaß dabei haben. Es gibt Menschen die brauchen Hilfe, haben aber niemanden in der Nähe, der ihnen helfen kann. Es gibt Ideen zur Verschönerung der Stadt, aber oft nicht genug Geld diese umzusetzen. Diese Personen und Ideen zu bündeln, Gruppen zu organisieren, aktuelle Bedürfnisse zu erfassen und unter Einbeziehung aller Generationen umzusetzen, ist unsere Idee, die wir nun schon fünf Jahre verfolgen und ausbauen.

 

So wird z.B. Kindern in der Schule an vier Wochentagen bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben geholfen. Manche Kinder brauchen aber intensivere Betreuung oder kommen hungrig und niemand beansprucht das Bildungspaket. Also entstand die Idee, Hilfe beim Ausfüllen des Bildungspakets anzubieten. Aus dem Deutschunterricht für ausländische Mütter hat sich ein Integrationstreff entwickelt, unterstützt von vier deutschen Frauen. Aus der Kaffeerunde gehen inzwischen viele interessante Initiativen hervor, die das städtische Leben bereichern.

 

Da nicht alle Menschen die Möglichkeit oder die Zeit haben Dienstleistungen anzubieten, wurde zusätzlich eine Taschengeldbörse ins Leben gerufen, wo Jugendliche für ein Taschengeld in Familien, bei Senioren oder kranken Menschen in unterschiedlichen Bereichen helfen. Vorleser lesen in Institutionen wie Seniorenheim, Krankenhaus, Tagespflege der Diakonie für Senioren, aber auch in Kindergärten und Schulen, in der Bibliothek oder im eigens erbauten Lesepavillon im Freibad für Kinder. Jugendliche der Schülerfirma DUPF betreuen den Spielplatz in Schulnähe. Sie schauen nach dem Rechten, mähen den Rasen und räumen Müll auf. So wie diese, gibt es noch viele andere ehrenamtliche Projekte.

 

Wir können vielen Menschen aller Generationen in unterschiedlichen Bereichen helfen. Das Leben der Stadt wird bereichert und alle ehrenamtlichen Helfer haben Spaß an der Sache und gestalten ihre Freizeit sinnvoll. Es entstehen neue Kontakte und Gemeinschaften. Der Kontakt zwischen Jung und Alt wird verbessert. Die Einwohner haben einen Ansprechpartner bei Bedürfnissen und Problemen, aber auch bei der Umsetzung neuer Ideen, außerdem über die Quartiermanagerin den “direkten Draht” zur Verwaltung, anderen Institutionen und zur Presse.

 

Das Projekt wurde initiiert im Rahmen des Bund-Länder-Programms “Soziale Stadt” und wird auch nach der vom Bund beschlossenen Streichung der Mittel für nichtinvestive Zwecke von der Stadt Oettingen am Leben erhalten.

 

Hier geht es zur Übersicht aller Wettbewerbsbeiträge.

 

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